Unser erster Fotowalk

Am ver­gan­genen Son­ntag war es so weit: Unser erster Fotowalk — die Fotogruppe Sicht|28 geht unter die Men­schen. Wir haben uns um 9:00 auf dem Aumunder Mark­t­platz getrof­fen, San­dra, Patrick, Markus, Daniel und ich. Alle waren “ful­ly equipt”, sog­ar Sta­tive waren dabei … keine Ahnung, wer auf die Idee gekom­men ist 😉 Schnell wurde ich als Ort­skundi­ger und Führer […]

Dieser Beitrag wurde am 22. August 2022 von Matthias verfasst.

Unser erster Fotowalk

Am ver­gan­genen Son­ntag war es so weit: Unser erster Fotowalk — die Fotogruppe Sicht|28 geht unter die Men­schen. Wir haben uns um 9:00 auf dem Aumunder Mark­t­platz getrof­fen, San­dra, Patrick, Markus, Daniel und ich. Alle waren “ful­ly equipt”, sog­ar Sta­tive waren dabei … keine Ahnung, wer auf die Idee gekom­men ist 😉 Schnell wurde ich als Ort­skundi­ger und Führer […]

Am ver­gan­genen Son­ntag war es so weit: Unser erster Fotowalk — die Fotogruppe Sicht|28 geht unter die Men­schen. Wir haben uns um 9:00 auf dem Aumunder Mark­t­platz getrof­fen, San­dra, Patrick, Markus, Daniel und ich. Alle waren “ful­ly equipt”, sog­ar Sta­tive waren dabei … keine Ahnung, wer auf die Idee gekom­men ist 😉

Schnell wurde ich als Ort­skundi­ger und Führer auserko­ren und ich muss eingeste­hen, dass ich vielle­icht die eine oder andere Geschichte zu viel erzählt habe. Aber so ist das nun mal mit älteren Men­schen, wenn sie in Kind­heit­serin­nerun­gen schwel­gen, kann es schnell lang­weilig werden.

Nach­dem wir bei einem Bäck­er am Sedan Platz uns für die Tour gestärkt hat­ten, ging es los, die Ger­hard-Rohlfs-Straße runter Rich­tung Hartmannstift.

Der Hart­manns­tift war über 100 Jahre lang ein Kranken­haus, Mitte der 1990er zog dort das Bauamt ein, später diente er als Unterkun­ft für Geflüchtete. Zurzeit wird das Gebäude aber lei­der abgerissen.

Hin­ter dem Hart­manns­tift ging es dann in die Bermpohlstraße zur Weser. Die “Gläserne Werft” lassen wir ein­fach links liegen und haben uns dann an “Regi­na”, einem ehe­ma­li­gen Werftschlep­per aus dem Jahr 1966 versucht.

Der Weser ent­lang kamen wir an eini­gen Anglern vor­bei, von denen ein­er mir erlaubte, ihn zu fotografieren.

Der Stadt­garten bot wirk­lich eine Menge Motive, wobei mir diese bei­den Graf­fi­tis sofort ins Auge fielen:

Zwis­chen den Bäu­men blitzte dann immer wieder die schöne Architek­tur der alten Häuser auf, die hoch oben über der Weser zu find­en sind.

Veg­e­sack ist nicht Hel­goland, deshalb muss man, um zum “Ober­land” zu gelan­gen, auss­chließlich die Treppe nutzen.

Endlich am Utkiek angekom­men, haben wir auch gle­ich eine kleine Pause ein­gelegt, beobachtet vom Veg­e­sack­er Jungen.

Wie sehr Veg­e­sack mit der Schiff­fahrt ver­bun­den ist, zeigt nicht nur dieser alte Fir­men­hin­weis, son­dern auch der Veg­e­sack­er Hafen, der bere­its 1622/23 angelegt wurde und somit Deutsch­lands ältester kün­stlich­er Hafen ist.

Langsam ging es dann wieder die Reed­er-Bischoff-Straße hoch zurück zum Sedan Platz. An der Ecke Bre­ite Straße, neben Otto & Sohn, der Buch­hand­lung in Bre­men-Nord, gab es mal ein Kino: “Scala”.

Ich kann mich noch gut daran erin­nern, wie glück­lich wir waren, endlich ein Kino in Bre­men-Nord zu haben. Als ich dann sah, wie das Scala heute aussieht, hat­te ich doch schon einen dick­en Kloß im Hals.

Meine Laune wurde aber schla­gar­tig bess­er, denn auf dem Rück­weg sind wir noch am “Pinökel” vor­beige­laufen. Da kamen dann viele Erin­nerung hoch von den Stun­den, die wir damals dort ver­bracht haben und das eine oder andere Guin­ness zu viel getrunk­en haben.

Das Ende des Fotowalks war dann wieder der Aumunder Mark­t­platz mit seinem ranzi­gen Imbiss, der aber schon damals Ende der 1980er nicht bess­er aussah.

Alter verlassener Imbiss "Curry am Markt", Gebäude mit Graffiti

Ins­ge­samt sind wir gut vier Stun­den durch “mein” Veg­e­sack gelaufen. Ein Veg­e­sack, dass sich an vie­len Stellen sehr stark geän­dert hat, viele Erin­nerun­gen für mich parat hat­te und mir immer wieder zuflüsterte: “Matthias, du bist alt geworden …”.

Schön war’s mit euch, San­dra, Daniel, Markus und Patrick — ich freue mich schon auf den näch­sten Fotowalk.

Matthias

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